Kategorie "Berichte & Fotos"

Zwei “Sommer” auf dem Galå Fjällgård

Autor: sieglinde_k
22. April 2010

Ich bin nicht als Urlauber sondern als Student für ein Praktikum nach Galåbodarna gekommen. Dies war im Sommer 2007. Ich hatte bereits ein Jahr in Schweden studiert (in Linköping) und wollte unbedingt wieder kommen, vor allem in die Berge, die ich damals nur kurz kennengelernt hatte. Die Anzeige für das Praktikum, die Christoph geschrieben hatte, traf genau was ich wollte. Raus aus den staubigen Hörsälen, wo mir das stundenlange Zuhören und Stillsitzen schwer fiel und in tiefen Wäldern und Bergen praktische Arbeit machen.

Ich kam Mitte April, Östersund war schneefrei, aber hier oben lag noch genug für eine erste Erkundung mit Skiern. So wurde mein erster Tag hier, gemeinsam mit Christoph und der Hündin Tosca ein erster aufregender Erkundungstag. Wir wollten “nur 2-3 km” Ski fahren, eben Richtung Arådalen. Aber wann sind 2-3 km vorbei? Hier in dieser endlos scheinenden Landschaft. Es gibt kaum Wegmarken und so konnte ich nicht einfach hier oder da umkehren. Irgendwann meinte Christoph jetzt wären es ja nur noch 2-3 km bis Arådalen und so sind wir weiter. Wir hatten so eine lange Tour nicht geplant und nur eine halbe Flasche Wasser und eine halbe Tafel Schokolade dabei. Aber die Sonne schien, Tosca tollte durch den tiefen Schnee und ich wußte, das hier ist der richtige Ort für ein Praktikum. Gleich in den nächsten Tagen begann ich mit praktischer Arbeit, fräste Hinweisschilder für “Reception”, “Camping” hier und “Hütten” dort. Für andere Aufgaben saß ich am Computer, aber jeden Tag war Zeit für einen kleinen Ausflug oder Arbeit draußen in Sonnenschein und Waldesstille. Ich merkte wie angenehm es ist jeden Morgen in einer Blockhütte zu erwachen, einfach wie Urlaub. Es gab so viele schöne Momente, die ich im Stadtleben vermisse. Auch wenn es “Arbeit” ist, aber wenn man 1-2 Stunden Holz stapelt, hat man Zeit zu träumen, spürt den Wind, der um die Hütten und durch die Bäume streicht, hört nur ab und zu ein Auto und stattdessen die vielen Vogelstimmen, die einem sonst kaum auffallen. Als ich kam gab es noch keine Grillhütte, so dass wir unter freiem Himmel grillten. Egal wo, genau diese Erzählabende sind Entspannung und Urlaubsgefühl pur. Vielleicht weil sie an die Kindheit erinnern, wenn man in Ferienlagern rund um ein Lagerfeuer saß.

Ich habe viel unternommen während dieser zwei Sommer. Eine meiner Aufgaben wurde es die gesamten Wanderwege in der näheren Umgebung zu erkunden, mit GPS aufzuzeichnen, die Daten aufzubereiten, die Wege zu beschreiben und mit Bildern zu gestalten. Ich habe dies als Teil meiner Diplomarbeit im Sommer 2008 umgesetzt. Eine weitere Aufgabe war es einen Naturstig anzulegen. Eine interessante Aufgabe, denn ich habe von der Planung über die Ausführung bis zur Markierung und Aufzeichnung alles selbst machen dürfen. Christoph und Miriam waren bei all dem eine große Hilfe.
Als ich für zwei Wochen für eine Exkursion meines Studium aus dieser Idylle hier zurück in die Großstädte Europas musste, fiel mir die Umstellung unglaublich schwer. Man gewöhnt sich sehr gut an die Ruhe, den eigenen Rhythmus, den stillen Wald ringsum und die weite Aussicht, wenn man in den Bergen ist. Dazu kommt, dass die Blockhütten allen erdenklichen Luxus bieten, so dass man sich während jedes frösteligen Rückweges einer Wanderung auf jeden Fall auf eine Tasse Tee oder heiße Schokolade vorm brasselnden Kamin freuen kann.

Eigentlich war ich nicht den “Sommer” über hier, sondern vom letzten bis zum ersten Schnee, also von Mitte April bis Mitte September. Den Wechsel der Jahreszeiten zu sehen, war beeindruckend. Ich habe oft fotografiert, vor allem immer wieder den Ausblick von Galåbodarna zum Oviksfjällen. So wird der Wechsel im Nachhinein noch deutlicher. Aber neben der Landschaft, den verschiedenen kleinen Blumen und Beeren, die nach und nach hervorkommen, ist es ja vor allem das Licht beziehungsweise die Tageslänge, die sich so deutlich ändert. Ein Tipp für alle Reisenden – macht Ausflüge zu ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten. Zwei Ausflüge, die ich sehr gut in Erinnerung habe, waren einmal eine einsame Mitternachtswanderung Anfang Juli, begonnen gegen 23 Uhr, hoch in das Oviksjfällen. Die Landschaft war in ein seltsam klares Dämmerlicht getaucht, im Norden leuchtete der Himmel rötlich. Alles ringsum schlief und es war ein ganz neues Gefühl durch die Berge zu laufen. Eine unvergessliche Erfahrung. An einem Morgen im September war ich sehr früh wach und lief zum nahegelegenen kleinen Bergsee, dem Gråhögtjärnan. Alles lag von Reif bedeckt, während langsam die Sonne über den Horizont kam. Da der Boden bereits teilweise gefroren war, konnte ich den See umrunden und war genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort als die Sonne über die Baumgipfel am anderen Seeufer stieg.

Ich habe unglaublich viel von Christoph und Miriam gelernt, die unermüdlich weiter an ihrem Traum bauen). Es ist für mich mehr als nur beeindruckend bei jedem neuen Besuch hier zu sehen, was mit ihrer Hände Arbeit wieder neues erbaut wurde.
Ich wünsche euch nie endende Träume und die Kraft eines Tages Berge zu versetzen. (…damit man den Hundshögen auch direkt von hier aus sehen kann ;-) )

/Sieglinde

Herbst in Jämtland 2008

Autor: Nordlicht
26. Januar 2010

Auf dem Campingplatz des Galå Fjällgård

Nach mehreren Urlauben in Jämtland hatten wir den September als  Jahreszeit zum Wandern schätzen gelernt. In diesem Jahr wollten wir gerne eine Rentierscheide miterleben. Da unser Urlaubsbeginn fest stand, schafften wir es leider nicht rechtzeitig vor Ort zu sein. Als wir uns dann am Tag nach unserer Ankunft  von Glen aus auf den Weg ins Fjäll machten, fanden wir nur leere Gatter und die Spuren der Rentierscheide. Wir wanderten noch ein Stück Richtung Visjö, genossen das herbstliche Fjäll und die schöne Aussicht.

Tolle Fernsicht

Herbst im Fjäll

Blick auf den Visjö

Beim ersten Versuch den Hundshögen zu erwandern begann es unmittelbar nach dem Start zu regnen und die Berge verschwanden in den Wolken.  Stattdesen besuchten wir dann die Alm Östra Arådalen. Auf verschiedenen Ausflügen in die nähere Umgebung genossen wir das schöne Herbstwetter.

Akrobatik im Herbstwald

Almhütte

Eintrag ins Gästebuch

Nach  einer Woche wechselten wir auf den Campingplatz im ca. 75 km entfernten Ljungdalen. Ich wollte nämlich unbedingt das Flatruet mit meinem Liegedreirad überqueren, außerdem bietet Ljungdalen auch eine schöne Bergwelt zum Wandern.
Die Radfahrt übers Flatruet bei  Sonnenschein, blauem Himmel, kaum Wind und einer fantastischen Fernsicht war ein Genuß.

Pause auf dem Flatruet

Herbstkulisse mit Helags

Rast im Ljungdalsfjäll

Nach einigen Tagen kehrten wir noch einmal zum Galå Fjällgård zurück. Ich fuhr die Strecke mit dem Fahrrad, meine Frau erwartete mich mit dem Wohnwagen auf halber Strecke zur Kaffeepause. Nach etwa 4 1/4 Stunden Fahrzeit erreichte auch ich dann müde, aber zufrieden unser Ziel.
Unser erneuter ”Angriff ” auf den Hundshögen war zwar erfolgreich aber die Temperaturen waren eisig und die Sicht gleich Null.

Rast auf dem Hästryggen

Die Wolken kommen tiefer

Heißer Tee auf dem Hundshögen

Jetzt Ende September/Anfang Oktober hatte sich das Wetter deutlich verschlechtert mit  viel Regen bei Temperaturen knapp über 0° C. Um nicht  vom ersten Schneefall überrascht zu werden,  starteten  wir vorzeitig Richtung Süden.

Es war wieder einmal ein schöner Urlaub in Jämtland gewesen. Der Galå Fjällgård und seine Umgebung sind wunderschön im Winter, aber auch in der schneefreien Zeit ein lohnendes Ziel. Christoph hat sich wieder hervorragend um uns gekümmert (Miriam war leider nicht da).
Der nächste Urlaub (auf dem Galå Fjällgård) kommt bestimmt.

Wintertraum in Jämtland 2008

Autor: Nordlicht
18. Januar 2010

Wie es dazu kam

Im Frühjahr, Sommer und Herbst hatten wir auf vielen Reisen Skandinavien, insbesondere Schweden kennengelernt. Nur der Winter fehlte noch. Bei der Planung einer Lapplandreise im Winter  blieben wir aber in Jämtland hängen, als wir im Internet zufällig auf den Galå Fjällgård stießen. Die Beschreibung las sich sehr vielversprechend und außerdem war uns der Fäbodväg (Almenweg), an dem der Galå Fjällgård liegt, von früheren Reisen her bekannt. Kurzfristig buchten wir für knapp 3 Wochen im März 2008 das Blockhaus Tor.

Die Anreise

Die Anreise Kiel-Oslo mit Color Line sparte uns ca. 700 km Autofahrt und war das erste Highlight dieser Reise. Die Schiffe dieser Route sind „Traumschiffe“, die nebenbei auch Autos transportieren.  Eine echte Kreuzfahrt und ein Kontrast bevor es in die schwedische Einsamkeit geht.

Auf gut befahrbaren winterlichen Straßen ging’s dann Richtung Norden. Wir hatten uns für eine landschaftlich reizvolle Nebenstrecke entschieden. Nach einer Zwischenübernachtung im Vandrarhem (Jugendherberge) in Särna gings dann durch Härjedalen über den Flatruetväg in die Berge Jämtlands. Bei der Anfahrt zum Flatruet und auf der Hochebene hatten wir waagerecht treibenden Schnee und eine begrenzte Sichtweite. Talwärts schien aber schon wieder die Sonne. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung bis zum Galå Fjällgard den wir in einer traumhaften Winterkulisse vorfanden.

Vom Flatruet weiter nach Norden

Am Ziel

Zufahrt zum Galå Fjällgård

Bei unserem Eintreffen waren aber schon, welch eine Überraschung, mehr als 50 „Gäste“ dort. Es waren Musher mit ihren Schlittenhunden, die die gerade beendete Schlittenhunde-WM im nahe gelegenen Åsarna besucht hatten.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Miriam und Christoph bezogen wir unser gemütliches, gut beheiztes Blockhaus Tor.

Blockhaus Tor mit Neuschnee

Weg zum Visjö - Endlose Schneeflächen

In den nun folgenden Urlaubstagen erkundeten wir die nähere Umgebung auf Schneeschuhen, mit Langlaufschiern und einmal auch mit dem geliehenen Schneeskooter. Christoph hatte genügend Tips für kleine und große Ausflüge. Die Landschaft war tief verschneit und wir hatten vielfach Traumwetter mit Sonnenschein und Windstille. Traumhaft auch die Ruhe, die einen überall umgab. Die Temperaturen lagen tagsüber oftmals deutlich unter minus 10° C. Einmal fiel das Thermometer nachts bis auf minus 32° C.

Nach der Rückkehr von einem Ausflug, erwartete uns ein behaglich geheiztes Blockhaus und abends ging es dann häufig in die hauseigene Sauna. Wenn wir uns mit Miriam, Christoph und anderen Gästen abends in der Grillhütte zum gemütlichen Beisammenseintrafen, waren wir zum Abschluß meistens gut geräuchert.

Irgenwann mussten wir mal einkaufen. Wir stürzten uns in das ’’brodelnde’’ Leben und verbanden das Ganze mit einer Shopping- und Besichtigungstour nach Östersund und Åre. Das reichte dann aber für diesen Urlaub und wir waren ganz froh, als wir wieder zurück in der ’’Wildnis’’ waren.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Einladung zum Eisangeln zusammen mit Christoph, einem schwedischen Ehepaar und Hund Tosca. Mit zwei Schneeskootern mit Anhängern ging es über eine Stunde durch die Winterlandschaft bis mitten auf einen See. Es gab frisch gebrühten Kaffee und Würstchen und Toast vom Grill. Alle versuchten fleißig ihr Angelglück, aber ich fing als Einziger zwei Rödinge, womit das Abendessen gesichert war. Es war das erste Eisangeln für uns gewesen und in Verbindung mit der netten Gesellschaft und dem guten Wetter war es ein unvergesslicher Tag.

Eisangeln und Picknick auf dem See

Das Ende

Postkartenidylle

Alles geht einmal zu Ende, so auch dieser Urlaub. Und vorbei an traumhafter Winterkulisse gings dann wieder nach Süden. Diesmal fuhren wir aber über die 45, den Inlandsväg. Eine Zwischenübernachtung war im Vandrarhem Mårbacken, ca. 150 km vor Oslo geplant. Somit konnten wir dann stressfrei bis mittags unsere Fähre erreichen.

Mit dem Galå Fjällgård haben wir ein Reiseziel in Schweden gefunden, dem wir sicherlich treu bleiben werden. Das liegt aber nicht nur an der schönen Gegend und den schönen Häusern, das gibt es woanders auch. Vielmehr war es die herzliche Gastfreundschaft und der freundliche, ja schon freundschaftliche Umgang miteinander. Wir fühlten uns willkommen.

Wir kommen wieder!

Für mehr Bilder: http://www.udo-pick.medion-fotoalbum.de/

Schwedenurlaub im August 2008

Autor: gisela_s
17. Januar 2010
Rast auf dem Hundshögen

Noch heute denken wir gerne an diesen Urlaub zurück, wo wir 10 Tage auf dem Gala-Fjällgard in einer Blockhütte verbracht haben. Miriam und Christoph gaben uns tolle Tipps, so dass wir viel von der Umgebung kennenlernten. Wir fühlten uns auf schwäbisch gesagt bei Euch ,,Sau wohl”und kommen ganz sicher wieder, vielleicht auch  mal im Winter.     

Drei Schwaben und ein Franke sagen       DANKE  

Willkommen in unserem Gästebuch der Reiseberichte!

Autor: Miriam
10. Januar 2010

Mit dieser Funktion möchten wir auf unserer Homepage einen neuen Bereich eröffnen. Das Gästebuch ist Sammelplatz für Erinnerungen an einen Urlaub auf dem Galå Fjällgård. Hier können unsere Gäste Urlaubsberichte, Erlebnisse und Fotos mit uns und anderen teilen.
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Herzliche Fjällgrüße,
Miriam und Christoph

Sommerblume